Microcopy-Beispiele: schlechter und guter Text in 10 Situationen

Kurz gesagt

Microcopy sind die kurzen Texte der Oberfläche: Bestätigungsdialog, Lademeldung, Hinweis im Formular oder Erfolgsmeldung. Gute Microcopy beantwortet die Frage, die der Nutzer in diesem Moment hat: Was ist passiert, was soll ich jetzt tun? Unten habe ich für 10 Situationen 20 erfundene Beispiele geschrieben. Jeweils stehen schlechter und guter Text mit kurzer Begründung nebeneinander.

Wie Sie diese Bibliothek nutzen

Diese Seite ist eine Beispielbibliothek. Wählen Sie die Situation, bei der Sie beim Schreiben hängen, und lesen Sie schlechten und guten Text nebeneinander. Passen Sie dann den guten an Ihr eigenes Produkt an.

Die Grundsätze beschreibe ich im Ratgeber zum UX Writing. Für Button-Labels schauen Sie in das Muster CTA-Button, für Fehlermeldungen in das Muster Fehlermeldungen. Hier wiederhole ich das nicht.

Alle Beispiele sind erfunden. Keines stammt vom Screen einer Marke, aber jedes beruht auf einem Muster, das mir in Produkten oft begegnet.

Beispielbibliothek: 10 Situationen, 20 Beispiele

Für jede Situation habe ich zwei Beispiele geschrieben. Eines ist die häufigste Form dieser Situation. Das andere ist die Seite, die beim Schreiben oft vergessen wird: beim Löschen das umkehrbare Löschen, bei der Sitzung der Screen nach dem Ablauf.

Beispielbibliothek

20 Beispiele angezeigt

Löschen bestätigenNicht umkehrbares Löschen

Schlecht

Sind Sie sicher?

Buttons: JaNein

Gut

Ordner „Mietverträge“ mit 14 Notizen löschen? Das lässt sich nicht rückgängig machen.

Buttons: Ordner löschenAbbrechen

Warum: Der Nutzer sieht, was gelöscht wird und dass es kein Zurück gibt, und die Buttons nennen das Ergebnis.

Löschen bestätigenUmkehrbares Löschen

Schlecht

Möchten Sie diese Nachricht wirklich löschen?

Buttons: OKAbbrechen

Gut

Nachricht in den Papierkorb verschoben.

Button: Rückgängig

Warum: Bei einer umkehrbaren Aktion schützt Rückgängig statt eines Bestätigungsdialogs, ohne den Nutzer aufzuhalten.

GespeichertGeänderte Einstellung

Schlecht

Vorgang erfolgreich!

Gut

Ihre Handynummer wurde geändert. Bestätigungscodes kommen jetzt an 0151 *** ** 47.

Warum: Der Nutzer erfährt in derselben Meldung, was sich geändert hat und was das bewirkt.

GespeichertAutomatisches Speichern

Schlecht

Synchronisierung abgeschlossen (200 OK)

Gut

Entwurf gespeichert · 14:32

Warum: Die Uhrzeit sagt, wann gespeichert wurde, und zeigt, dass man die Seite beruhigt verlassen kann.

Laden und WartenWenige Sekunden Warten

Schlecht

Bitte warten...

Gut

Der Oktober-Bericht wird erstellt. Das dauert meist ein paar Sekunden.

Warum: Der Nutzer weiß, worauf er wartet, und versteht, dass der Screen nicht eingefroren ist.

Laden und WartenLanges Warten

Schlecht

Lädt...

Gut

3 von 12 Fotos hochgeladen. Schließen Sie diesen Tab nicht, Sie können in einem anderen Tab weiterarbeiten.

Button: Hochladen stoppen

Warum: Wer den Fortschritt als Zahl sieht, entscheidet selbst, ob sich das Warten lohnt.

Berechtigung anfragenStandort

Schlecht

Direkt beim Öffnen der App: „Die App möchte auf Ihren Standort zugreifen.“

Button: Erlauben

Gut

Nach Tippen auf „Filialen in der Nähe“: „Dürfen wir Ihren Standort nutzen, um die nächsten Filialen zu zeigen? Sie können auch nach Postleitzahl suchen.“

Buttons: Standort nutzenNach PLZ suchen

Warum: Die Berechtigung wird im Moment des Bedarfs und mit Begründung angefragt, und wer ablehnt, hat noch einen Weg.

Berechtigung anfragenBenachrichtigungen

Schlecht

Erlauben Sie Benachrichtigungen und verpassen Sie kein Angebot!

Button: Erlauben

Gut

Sollen wir Bescheid geben, wenn Ihre Bestellung unterwegs ist und wenn sie zugestellt wurde? Werbung können Sie in den Einstellungen separat einschalten.

Buttons: Benachrichtigungen anJetzt nicht

Warum: Der Nutzer weiß, wozu er Ja sagt; das Wort „Angebot“ weckt dagegen die Erwartung einer Werbeflut.

Suche ohne ErgebnisTippfehler

Schlecht

Keine Ergebnisse gefunden.

Gut

Keine Ergebnisse für „kabellose Kopfhörrer“. Suchen Sie nach „kabellose Kopfhörer“ oder schauen Sie in die Kategorie Audio und Kopfhörer.

Button: Nach „kabellose Kopfhörer“ suchen

Warum: Der Nutzer sieht an einer Stelle sein Suchwort, die mögliche Korrektur und den nächsten Schritt.

Suche ohne ErgebnisLeere Liste wegen Filter

Schlecht

Keine Produkte :(

Gut

Zu Ihren 4 Filtern passt kein Produkt. Entfernen Sie den Filter „unter 50 €“, sehen Sie 23 Produkte.

Button: Diesen Filter entfernen

Warum: Sagt, dass das Problem im Filter liegt und nicht in der Suche, und bietet einen Ausweg mit einem Tippen.

Hilfetext im FormularFeld IBAN

Schlecht

Blasses Beispiel im Feld: „DE00 0000 0000 0000 0000 00“. Es verschwindet, sobald man tippt.

Gut

Label: IBAN. Unter dem Label: „Beginnt mit DE und hat 22 Zeichen“

Warum: Die Regel bleibt sichtbar, während das Feld sich füllt, und der Screenreader liest sie mit dem Label vor.

Hilfetext im FormularFeld Passwort

Schlecht

Ihr Passwort muss unserer Sicherheitsrichtlinie entsprechen

Gut

Mindestens 10 Zeichen, darunter mindestens eine Ziffer

Warum: Die Regel vorab zu nennen, verhindert, dass der Nutzer erst einen Fehler bekommt und dann die Regel rät.

Sitzung abgelaufenBevor die Zeit abläuft

Schlecht

Keine Warnung. Beim Absenden des Formulars: „Ihre Sitzung ist beendet. (Fehler 401)“

Gut

Zu Ihrer Sicherheit endet Ihre Sitzung in 2 Minuten. Möchten Sie weitermachen?

Buttons: Sitzung verlängernAbmelden

Warum: Weil die Warnung vor dem Ablauf kommt, kann der Nutzer mit einem Tippen weiterarbeiten.

Sitzung abgelaufenNachdem die Zeit abgelaufen ist

Schlecht

Unbefugter Zugriff.

Button: Startseite

Gut

Sie wurden abgemeldet, weil Sie länger nichts getan haben. Ihre Eingaben sind gespeichert, nach dem Anmelden machen Sie dort weiter.

Button: Anmelden

Warum: Der Nutzer erfährt, warum er abgemeldet wurde und dass seine Arbeit nicht verloren ist.

Nach der ZahlungBestellung abgeschlossen

Schlecht

Ihre Bestellung ist bei uns eingegangen. Vielen Dank.

Gut

Bestellung erhalten. Bestellnummer: 4821-7730. Sobald sie versendet ist, sagen wir per E-Mail und SMS Bescheid.

Button: Bestellung verfolgen

Warum: Nummer und nächster Schritt verhindern, dass der Nutzer beim Support anruft, um zu fragen, ob es geklappt hat.

Nach der ZahlungZahlung wartet auf Bestätigung

Schlecht

Ihr Vorgang ist in Bearbeitung.

Gut

Ihre Zahlung wartet auf die Bestätigung Ihrer Bank. Danach startet Ihr Abo von selbst, zahlen Sie bitte nicht erneut.

Warum: Der letzte Satz verhindert eine doppelte Zahlung in einem unklaren Moment.

OfflineAlte Daten werden gezeigt

Schlecht

Netzwerkfehler. Verbindung fehlgeschlagen.

Gut

Sie sind nicht mit dem Internet verbunden. Sie sehen das Guthaben von 14:05 Uhr. Sobald die Verbindung zurück ist, aktualisiert sich der Screen von selbst.

Warum: Der Nutzer erfährt, dass die Information alt sein kann und er nichts tun muss.

OfflineNachricht nicht gesendet

Schlecht

Senden fehlgeschlagen.

Gut

Ihre Nachricht wartet auf das Senden. Sobald die Verbindung zurück ist, geht sie von selbst raus.

Button: Jetzt erneut versuchen

Warum: Sagt, dass die Nachricht nicht verloren ist, der Nutzer schreibt denselben Text nicht noch einmal.

E-Mail bestätigenDirekt nach der Registrierung

Schlecht

Prüfen Sie Ihre E-Mails, um Ihr Konto zu aktivieren.

Gut

Wir haben einen Bestätigungslink an [email protected] gesendet. Der Link gilt 24 Stunden. Kam nichts an, schauen Sie in den Spam-Ordner.

Buttons: Erneut sendenAdresse korrigieren

Warum: Die Adresse zu zeigen, lässt den Nutzer eine falsch geschriebene E-Mail sofort bemerken.

E-Mail bestätigenLink abgelaufen

Schlecht

Ungültiges Token.

Gut

Dieser Bestätigungslink ist abgelaufen. Fordern Sie einen neuen an, der alte funktioniert nicht mehr.

Button: Neuen Link senden

Warum: Statt eines Fachbegriffs nennt er die Lage und den einzigen Ausweg.

Alle Beispiele sind erfunden, die Texte habe ich geschrieben. Wählen Sie eine Situation, die Karten werden danach gefiltert. Lesen Sie auf jeder Karte erst den schlechten, dann den guten Text. Für die Begründung drücken Sie „Begründung zeigen“.

In den meisten schlechten Beispielen steht keine falsche Information. Das Problem ist fehlende Information: Der Nutzer erfährt nicht, was passiert ist oder was als Nächstes kommt.

Die Regeln hinter den Beispielen

Ein Teil der guten Beispiele ist meine Vorliebe, ein Teil beruht auf veröffentlichten Regeln. Die mit Regel nenne ich hier mit Quelle.

Löschen bestätigen

Jakob Nielsen empfiehlt in einem NN/g-Text von 2018, Bestätigungsdialoge vor Aktionen mit ernsten Folgen zu nutzen. Nicht umkehrbare Aktionen gehören an erste Stelle. Bei Routineaktionen ist er dagegen: Wer zu oft gewarnt wird, achtet nicht mehr auf Warnungen.

Laut Nielsen passieren selbst mit einem guten Bestätigungsdialog noch Fehler. Deshalb empfiehlt er, neben der Bestätigung nach Möglichkeit auch Rückgängig anzubieten.

Laut demselben Text sollte die Meldung klar sagen, was passiert. Auch die Buttons sollten statt „Ja“ und „Nein“ das Ergebnis nennen. Deshalb stehen in der Bibliothek „Ordner löschen“ und „Abbrechen“.

Laden und Warten

Der NN/g-Text von Katie Sherwin empfiehlt für jede Aktion, die länger als etwa 1 Sekunde dauert, einen Fortschrittsindikator. Eine kreisende Animation gehört zu Aktionen von 2 bis 10 Sekunden. Bei 10 Sekunden und mehr nutzt man meist einen Indikator mit Prozent. Statt Prozent kann man auch die Zahl der Schritte nennen.

Auch den Text schreibe ich nach diesen Schwellen. Bei kurzem Warten reicht es zu sagen, worauf gewartet wird. Bei langem Warten ergänze ich den Fortschritt, etwa „3 von 12 Fotos“.

Berechtigung anfragen

Der Leitfaden für Android-Entwickler empfiehlt, eine Berechtigung in dem Moment anzufragen, in dem der Nutzer die Funktion zu nutzen beginnt. Laut Leitfaden sagt der Systemdialog, welche Berechtigung angefragt wird, aber nicht, warum. Deshalb empfiehlt er, die Begründung vor dem Systemdialog auf einem eigenen Screen der App zu erklären.

Der Leitfaden verlangt auch, dass die App für Nutzer, die ablehnen, weiter funktioniert. Man drängt den Nutzer nicht, seine Entscheidung zu ändern. Deshalb gibt es im Standortbeispiel den Button „Nach PLZ suchen“.

Suche ohne Ergebnis

Laut dem NN/g-Text von Kathryn Whitenton muss klar gesagt werden, dass es keine Ergebnisse gibt. Das Suchwort erneut zu zeigen und eine Korrektur der Schreibweise oder ähnliche Suchen anzubieten, öffnet dem Nutzer einen Weg.

Der Text warnt auch vor Witzen auf diesem Screen. Deshalb steht „Keine Produkte :(“ auf der schlechten Seite.

Zum Screen selbst schauen Sie in das Muster leerer Zustand, hier geht es nur um den Text.

Hilfetext im Formular

In den Beispielen des GOV.UK Design System steht der Hilfetext zwischen Label und Feld. Laut dem Leitfaden ist der Hilfetext ein einziger, kurzer Satz ohne Punkt. Auch ein Link gehört nicht hinein.

Dieselbe Quelle sagt, man solle das blasse Beispiel im Feld (Placeholder) nicht als Label oder Hilfetext nutzen. Es verschwindet beim Tippen, und nicht jeder Screenreader liest es vor. Den Zustand des Felds im Fehlerfall beschreibe ich im Muster Inline-Validierung.

Sitzung abgelaufen

Das Kriterium 2.2.1 (Timing Adjustable) in WCAG 2.2 liegt auf Stufe A. Einer der Wege, es zu erfüllen, ist eine Möglichkeit, die Zeit zu verlängern.

Auf diesem Weg wird der Nutzer vor dem Ablauf gewarnt und hat mindestens 20 Sekunden zum Verlängern. Die Verlängerung geht mit einer einfachen Handlung wie einem Tastendruck und lässt sich mindestens zehnmal wiederholen.

Der Button „Sitzung verlängern“ in der Bibliothek ist der Teil dieses Kriteriums, der sich im Text zeigt. Der Nutzer liest die Warnung und macht mit einem Tippen weiter.

Nach der Zahlung

Das Muster für Bestätigungsseiten von GOV.UK zählt auf, was auf die Seite nach einem abgeschlossenen Vorgang gehört. Eine Referenznummer, falls es eine gibt, ist ein Punkt. Auch was als Nächstes passiert und wann, sollte dastehen.

Das Muster verlangt außerdem, dem Nutzer eine Möglichkeit zu geben, einen Beleg des Vorgangs aufzubewahren, etwa ein PDF. Bestellnummer und der Button „Bestellung verfolgen“ in der Bibliothek folgen dieser Liste.

Bevor Sie Ihren eigenen Text schreiben

Bevor ich mit einer Microcopy beginne, schreibe ich die Frage auf, die dem Nutzer in diesem Moment durch den Kopf geht. Beantwortet der Text diese Frage nicht, ist egal, wie kurz oder sympathisch er ist.

SituationFrage, die der Text beantworten muss
Löschen bestätigenWas genau geht weg, kann ich es rückgängig machen?
GespeichertWas hat sich geändert, was bewirkt das?
Laden und WartenWorauf warte ich, wie lange dauert es?
Berechtigung anfragenWas bringt mir diese Berechtigung, was passiert, wenn ich ablehne?
Suche ohne ErgebnisWarum ist es leer, was probiere ich jetzt?
Hilfetext im FormularWas genau soll ich in dieses Feld schreiben?
Sitzung abgelaufenWas wird aus meinen Eingaben, wie mache ich weiter?
Nach der ZahlungWurde das Geld abgebucht, was kommt als Nächstes?
OfflineIst die Information aktuell, habe ich etwas verloren?
E-Mail bestätigenAn welche Adresse ging es, was tue ich, wenn nichts kommt?

Diese Tabelle nutze ich auch, wenn ich die Texte eines Produkts prüfe. Auf jedem Screen schaue ich nur auf eine Frage: Beantwortet dieser Text die Frage?

Fallen, die es so nur im Deutschen gibt

Dieser Abschnitt ist meine Erfahrung, keine Regel aus einer Quelle.

Nominalstil. „Die Durchführung der Speicherung ist erfolgt“ klingt wie ein Behördenbrief. „Gespeichert“ sagt dasselbe kürzer. Verben machen Microcopy fast immer klarer als Substantive auf -ung.

Artikel vor Variablen. „{Datei} wurde gelöscht“ funktioniert mit jedem Namen. „Sie haben den {Datei} gelöscht“ bricht, weil der Artikel vom Geschlecht des Wortes abhängt, das die Variable einsetzt. Ich baue Sätze so, dass vor der Variable kein Artikel steht: „Gelöschte Datei: Bericht.pdf“.

Das Wort „Abbrechen“. Im Dialog zum Kündigen eines Abos lässt ein Button „Abbrechen“ offen, ob die Kündigung oder der Dialog abgebrochen wird. Dort schreibe ich zwei eigene Ergebnisse, etwa „Abo kündigen“ und „Abo behalten“. Der Rest des Ablaufs steht im Muster Abo kündigen.

Meine Notiz

Das häufigste Microcopy-Problem, das ich in Produkten sehe: Der Text ist aus Sicht der Entwicklung geschrieben. „Synchronisierung abgeschlossen“ oder „Ungültiges Token“ ist technisch richtig. Aber es beantwortet die Frage des Nutzers nicht.

Das zweithäufigste Problem ist dieselbe allgemeine Meldung für jede Situation. „Vorgang erfolgreich“ passt überall und sagt deshalb nirgends etwas. Einen Satz mehr pro Situation zu schreiben, kann eine Frage an den Support weniger bedeuten.

Microcopy sehe ich nicht als Lücke, die am Ende des Designs gefüllt wird. Den Text schreibe ich, während ich den Screen zeichne, weil sich mit dem Text oft auch die Zahl der Buttons ändert.

Häufige Fragen

Sind Microcopy und UX Writing dasselbe?

Nicht ganz. UX Writing ist der Name für das Schreiben aller Texte der Oberfläche. Microcopy sind die kürzesten Teile dieser Arbeit: Button-Label, Hilfetext, Bestätigungs- und Benachrichtigungsmeldungen.

Kann ich diese Beispiele genau so in meinem Produkt nutzen?

Ja, aber passen Sie sie zuerst an Ihr Produkt an. Zahlen, Zeiten und Button-Namen in den Beispielen sind erfunden. Sie müssen schreiben, was Ihr System wirklich tut.

Sollte ich bei jedem Löschen einen Bestätigungsdialog zeigen?

Nein. Nielsen empfiehlt, Bestätigungsdialoge für Aktionen mit ernsten Folgen zu reservieren und bei Routineaktionen nicht zu nutzen. Bei einem umkehrbaren Löschen biete ich lieber nach der Aktion Rückgängig an.

Darf Microcopy witzig sein?

Das hängt von der Situation ab. In Momenten, in denen der Nutzer etwas nicht schafft, etwa bei einer Suche ohne Ergebnis, kann ein Witz wie Spott wirken. NN/g warnt auf diesen Screens ausdrücklich vor Witzen.

Quellen (8)
  1. Jakob Nielsen, Confirmation Dialogs Can Prevent User Errors (If Not Overused), Nielsen Norman Group. 18. Februar 2018, zuletzt überprüft am 7. August 2026; Bestätigung für ernste Aktionen, Buttons mit Ergebnis, Rückgängig
  2. Katie Sherwin, Progress Indicators Make a Slow System Less Insufferable, Nielsen Norman Group. 26. Oktober 2014; Schwellen 1 Sekunde, 2 bis 10 Sekunden und 10 Sekunden
  3. Kathryn Whitenton, 3 Guidelines for Search Engine “No Results” Pages, Nielsen Norman Group. 5. Januar 2014
  4. Android Developers (Google), Request runtime permissions. Berechtigung im Kontext anfragen, Begründungsscreen, Ablehnung akzeptieren
  5. GOV.UK Design System, Text input: hint text. Platz und Länge des Hilfetexts, Warnung vor Placeholder
  6. GOV.UK Design System, Confirmation pages. Referenznummer, was als Nächstes passiert, Beleg des Vorgangs
  7. W3C, Understanding Success Criterion 2.2.1: Timing Adjustable (WCAG 2.2). Stufe A; mindestens 20 Sekunden, mindestens zehnmal verlängern
  8. Wikipedia, International Bank Account Number: IBAN formats by country. Zeile Deutschland: beginnt mit DE, 22 Zeichen